Das Wichtigste in Kürze

Die Bedeutung des richtigen Geschirrs

In der Gastronomie geht es nicht nur darum, hervorragende Speisen und Getränke anzubieten, sondern auch um die Präsentation und den Komfort. Das Geschirr spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es beeinflusst die Wahrnehmung eurer Gäste und kann den Genuss eurer Speisen und Getränke erheblich steigern – oder eben mindern, wenn die Wahl nicht optimal war. Dazu gibt es große Unterschiede im Handling in der Gastronomie. Es macht eben einen großen Unterschied, ob es ein paar Tässchen für Hause sind oder ob sie sich über Jahre in der Gastronomie beweisen müssen.

Es sind doch nur Tassen! Oder?

Beginnen wir damit, warum das richtige Geschirr so wichtig ist. In der Gastronomie geht es nicht nur darum, hervorragende Speisen und Getränke anzubieten, sondern auch um die Präsentation und den Komfort. Das Geschirr spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es beeinflusst die Wahrnehmung eurer Gäste und kann den Genuss eurer Speisen und Getränke erheblich steigern – oder eben mindern, wenn die Wahl nicht optimal war. Dazu gibt es große Unterschiede im Handling in der Gastronomie. Es macht eben einen großen Unterschied, ob es ein paar Tässchen für Hause sind oder ob sie sich über Jahre in der Gastronomie beweisen müssen.

Worauf sollte man bei der Wahl der Tassen achten?

Kriterien für das perfekte Kaffeegeschirr

So viel gleiche Tassen wie möglich

Wenn du auf der Suche nach neuem Geschirr bist, mach dir erstmal eine Liste mit allen Getränken, die du anbietest. Vergiss dabei nicht deine Kaltgetränke, saisonale oder seltene Getränke wie z.B. Chai. Schreibe dir dazu eine Liste. Bedenke auch, dass du evtl. Getränke in verschiedenen Größen anbietest. Notiere daneben die typischen Füllmengen und die Rezepturen z.B. Latte Macchiato 0,3 Liter mit einem Espresso, Milchkaffee 0,4 Liter etc. Wenn du dir nicht sicher bist, melde dich bei mir und ich schicke dir eine Liste mit der Tabelle. Dann schau, welche Getränke du in den gleichen Tassen und Gläsern anbieten kannst.

Hintergrund: Du möchtest so wenig verschiedene Tassen und Gläserarten wie möglich kaufen. Hast du X unterschiedliche Gläser und Tassen für deine Produkte bekommst du schnell ein Budget und auch Platzproblem.

Geschirr passend zu den Rezepturen

Schau dir deine Liste mit den Füllmengen an. Was wir ganz oft feststellen: Es wird sich keine Gedanken über die Füllmengen gemacht, d.h. die Milchkaffeetasse wird z.B. extrem groß gekauft, ist aber dann zu groß für den großen Cappuccino. In die Riesen Tasse müsste eigentlich ein triple Espresso, damit das Verhältnis passt und der XXL Cappu schmeckt. Das macht aber natürlich keiner – aus Gründen des Wareneinsatzes und des Handlings. Macht ja keiner nen doppelten Espresso und noch nen einfachen hinterher. Schmeckt halt aber nicht wenn man es anders macht.

Darum: Geschirr immer passend zu Rezepturen auswählen.

Praktisch denken: Style ist nicht alles

Henkel­lose Becher sind aktuell im Trend – aber im Alltag oft unpraktisch. Heißer Tee oder schwarzer Kaffee ohne Henkel bedeutet: verbrannte Finger.

Auch bei der Form gilt:

  • Zu hoch & schmal → wirkt leer, führt zu Reklamationen

  • Zu breit → Crema reißt auf, Kaffee wirkt flach

Ideal sind Tassen, die weder extrem hoch noch extrem breit sind.

Wichtig außerdem:
Die Höhe der Tasse muss zur Kaffeemaschine passen. Viele Siebträger lassen nur begrenzte Becherhöhen zu, flache Versionen 8-10 cm, hohe Versionen bis zu 15 cm Becher & Tassen – vorher ausmessen erspart böse Überraschungen.

Stapelbarkeit & Handling im täglichen Betrieb

Gerade in stark frequentierten Cafe- und Gastronomiebetrieben ist Stapelbarkeit kein Detail, sondern ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor. Tassen und Gläser sind permanent im Umlauf: im Service, in der Spülmaschine, im Tassenwärmer, auf Arbeitsflächen oder im Lager.

Nicht stapelbares oder schlecht stapelbares Geschirr führt zu:

  • unnötigem Platzverlust

  • unübersichtlichen Ablagen

  • höheren Bruchquoten

  • Stress im Service, vor allem zu Stoßzeiten

Besonders kritisch wird es, wenn viele Tassen gleichzeitig aus der Spülmaschine kommen und kein sinnvoller Platz zum Abstellen vorhanden ist. Türme aus instabil gestapelten Tassen sind nicht nur unpraktisch, sondern auch ein echtes Sicherheitsrisiko. Stapelbarkeit spart Platz, Zeit und Nerven

Ein klarer Tipp aus der Praxis:
Teste das Stapeln vor dem Kauf. Manche Tassen wirken stapelbar, verhaken sich aber leicht oder kippen bei mehreren Ebenen.

Gewicht & Ergonomie im Service

Ein Aspekt, der selten bedacht wird, aber enorm wichtig ist: das Gewicht der Tassen. Was sich für Gäste wertig anfühlt, kann für das Servicepersonal zur Belastung werden.

Schwere Tassen – etwa aus Steingut – haben zwar gute Wärmeeigenschaften, sind aber vor allem eins: ermüdend beim Tragen. Bei SB-Konzepten oder bei Specialty Coffeeshops weniger ein Thema, bei Tablett-Service oder größeren Terrassen allerdings schon. Auch die Balance spielt eine Rolle: Tassen sollten stabil stehen, sich gut greifen lassen und beim Transport nicht kopflastig wirken.

Pflege, Reinigung & Alltagstauglichkeit

Im Gastroalltag muss Geschirr vor allem eines sein: pflegeleicht.
Porzellan ist hier klar im Vorteil: glatte Oberfläche, leichte Reinigung und unempfindlich gegen handelsübliche Reinigungsmittel.

Bei Glas gilt:

  • Achtung bei einfachen Spülmaschinen – Schlieren und Mattierung sind häufig

  • Logos oder Drucke verkratzen schneller

  • Oft keinen Henkel und damit zu heiß.

Ein kleiner, aber wichtiger Punkt: Farbige Tassen sollten durchgefärbt sein. Bei beschichtetem Geschirr führen kleine Macken schnell zu sichtbaren Abplatzungen – besonders bei dunklen Farben extrem unansehnlich. Weiße Tassen verzeihen Gebrauchsspuren deutlich besser als farbige.

Design & Ergonomie – nicht nur anschauen, sondern benutzen

Geschirr sollte zum Stil des Betriebs passen – aber nicht auf Kosten der Funktion. Achte besonders auf ausreichend große Henkel, die auch für kräftigere Hände geeignet sind und eine angenehme Trinkkante.

Ein häufiger Fehler sind sehr kleine oder filigrane Henkel. Sie sehen hübsch aus, sind aber im Alltag oft unpraktisch – besonders für ältere Gäste oder Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit.

Mein Tipp: Tassen nicht nur in die Hand nehmen, sondern auch daraus trinken.

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Fazit: Gutes Geschirr ist ein unterschätzter Erfolgsfaktor

Die Wahl des richtigen Geschirrs ist in der Gastronomie kein Nebenthema und schon gar keine reine Designfrage. Tassen und Gläser sind Arbeitswerkzeuge – sie beeinflussen Geschmack, Temperatur, Workflow, Servicequalität und letztlich auch die Wahrnehmung deines gesamten Betriebs.

Wer Geschirr nur nach Optik auswählt, zahlt früher oder später drauf: durch unpraktische Abläufe, unzufriedene Gäste, unnötige Reklamationen oder steigende Kosten durch Bruch, Nachkäufe und Platzprobleme. Gute Entscheidungen entstehen dagegen immer aus einem Zusammenspiel von Rezepturen, Füllmengen, Maschinen, Serviceabläufen und Design.

Besonders im stressigen Gastroalltag zeigt sich schnell, ob Geschirr durchdacht gewählt wurde. Stapelbarkeit, Gewicht, Pflegeleichtigkeit und Maschinenkompatibilität sind keine Details, sondern Faktoren, die täglich Zeit, Geld und Nerven sparen – für Betreiber:innen genauso wie für das gesamte Team.

Der wichtigste Grundsatz lautet deshalb: Erst planen, dann kaufen.
Wer Getränke und Rezepturen sauber definiert, den Alltag realistisch testet und auf langlebige, bewährte Serien setzt, schafft eine stabile Basis für konstant gute Qualität.

Am Ende gilt: Trends kommen und gehen – funktionales Geschirr bleibt.
Und genau das ist es, was ein professioneller Gastronomiebetrieb braucht.

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